Expertenrat
Wobenzym bei Magenkrebs?
Frage
Sehr geehrte Damen und Herren, bei meiner Mutter wurde vor ca. 1 Monat Siegelring Carzinom sprich Magenkrebs diagnostiziert, bösartig, zum großen Glück im Anfangsstadium. Sie bekommt Chemo und muß in ca. 6 Wochen operiert werden, und danach wieder Chemo. Mir wurde jetzt geraten ihr auch zusätzlich das Wobenzym ans Herz zu legen. Was meinen Sie: Wäre es hilfreich?
Antwort
Eine moderne Behandlung beim möglicherweise operablen Magenkarzinom besteht in der Durchführung einer Chemotherapieserie vor und auch nach der Magenentfernung. Grund ist, dass bei dem insgesamt ausgesprochen gefährlichen Magenkrebs eine solche Behandlung die Sicherheit einer Tumorheilung deutlich größer ist als bei alleiniger Operation ohne vorausgehende Chemotherapie. Wichtig ist, die Belastungen der Chemotherapie gut abzufangen, um die hilfreiche Therapie nicht unterbrechen, in der Dosis vermindern oder sogar abbrechen zu müssen. Hierzu gehören eine enge individuelle Betreuung mit vorbeugenden und lindernden Maßnahmen und Medikamenten sowie Stützen zur Stabilisierung der Ernährungssituation. Dies betrifft das Vermeiden und Behandeln von Übelkeit und Erbrechen, Entzündungen in Rachen, Magen und Darm, Bauchschmerzen, Verstopfung und Durchfall. Neben weichen, milden und leicht verträglichen Speisen können auch Trinknahrungen zu einem Gewichtserhalt beitragen. Der Stellenwert von Enzympräparaten (wie Wobenzym u.a.) in dieser Situation ist sehr ungewiss. Solange keine sehr großen Mengen eingenommen werden und es nicht zu Unverträglichkeiten kommt, sind allerdings auch - außer den erforderlichen Kosten - keine schädlichen Wirkungen zu erwarten.