Expertenrat


Ernährung bei Krebs

Frage

Stimmt das, dass man bei krebserkrankungen auf honig verzichten sollte?

Antwort

Honig besteht ganz überwiegend aus Zucker (Frucht- und Traubenzucker) und Wasser. Zusätzlich sind in Spuren Geruchs- und Aromastoffe enthalten, antibiotisch und antientzündlich wirkende Naturstoffe (Flavonoide wie dei Kaffeesäure) sowie Enzyme, für die heilsame Wirkungen vermutet werden. Unerlaubt, aber in vielen Fällen bei Testungen nachweisbar sind Verunreinigungen mit Antibiotika, die den Bakterienbefall der Bienen verhindern sollen, und Bienenabwehrstoffen, die dem Imker den Honiggewinn erleichtern. Einige dieser Verunreinigungen gelten als krebserregend. Es empfiehlt sich deshalb, vorm Honigkauf Informationen zur Produktqualität einzuholen. Für eine krebsfördernde Wirkung natürlichen Honigs gibt es keine Hinweise. Genauso wenig lassen sich bisher allerdings krebs-hemmende Effekte belegen, die dem Honig gelegentlich nachgesagt werden. Es gibt dagegen seit langem Argumente, die postulieren, daß Krebszellen bevorzugt Zucker zur Energiegewinnung verbrennen. Nach dieser Theorie sollte der ständig im Blut vorhandene Blutzucker möglichst nicht zu hoch ansteigen. Da Honig viel Zucker enthält, steigt beim Genuss großer Honigmengen der Blutzucker etwas an. Dieser Effekt ist sehr viel geringer, wenn Honig im Rahmen einer Mahlzeit gegessen wird. Es gibt jedoch bisher keine Untersuchungen, die belegen, dass hohe Blutzuckerwerte tatsächlich einen Einfluss auf das Krebswachstum haben. Wir raten deshalb bei aktiver Krebserkrankung nicht prinzipiell vom Honiggenuss ab, wir empfehlen jedoch, den Honig in Maßen und im Rahmen einer Mahlzeit mit anderen Lebensmitteln einzunehmen. Quelle: Krebs und Ernährung Redaktion