Alles rund ums Thema Ernährung für Krebspatienten

Häufige Fragen

Wie viel Fortimel Trinknahrung soll ich am Tag zu mir nehmen?

Einige Produkte des Fortimel-Trinknahrungssortimentes wie z.B. Fortimel Compact oder Fortimel Energy sind zur ausschließlichen Ernährung geeignet. Sie fügen sich nahtlos in einen Ernährungsplan ein. Bei diesen Produkten decken 5-7 Flaschen den Nährstoffbedarf eines gesunden Erwachsenen pro Tag.

Bei einer Anwendung zur ergänzenden Ernährung werden 1-3 Flaschen pro Tag zusätzlich zu den Mahlzeiten empfohlen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, welche Tagesmenge für Sie sinnvoll ist.

Wann ist der günstigste Zeitpunkt für die Fortimel Trinknahrung?

Fortimel Trinknahrung kann in Absprache mit ihrem Arzt als Ergänzung zu Ihrer normalen Ernährung angewendet werden. Trinken Sie die Fläschchen am besten zwischen den Hauptmahlzeiten, langsam und in kleinen Schlucken, und verteilen Sie den Verzehr über den ganzen Tag.

Wie soll ich die Fortimel Trinknahrung am besten aufbewahren?

Ungeöffnete Flaschen: im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur. Nach dem Öffnen: verschlossen im Kühlschrank bis zu 24 Stunden. Gekühlt schmeckt Fortimel Trinknahrung am besten.

Wie lange sollte ich die Fortimel Trinknahrung in meinem Ernährungsplan einplanen?

Sie sollten Fortimel Trinknahrung so lange trinken, bis Sie Ihr Körpergewicht wieder mit normalen Lebensmitteln auf dem gewünschten Niveau halten können. Die genaue Dauer besprechen Sie mit ihrem Arzt.

Wo sind die Fortimel Trinknahrungen erhältlich?

In der Apotheke.

Wird Fortimel von der Krankenkasse bezahlt?

Für gesetzlich Versicherte sind vollbilanzierte medizinische Trinknahrungen wie Fortimel Compact, Fortimel Energy und Fortimel Extra erstattungsfähig bei nicht ausreichender Fähigkeit zur normalen Ernährung.
Generell ist die Verordnungsfähigkeit von medizinischer Trinknahrung in der Arzneimittelrichtlinie gesetzlich geregelt (AM-RL Abschnitt I, §§ 18-26). Für privat Versicherte empfiehlt es sich, bei der privaten Krankenkasse entsprechend anzufragen.

Wie schnell kann man zunehmen?

Genau wie bei Diäten zur Gewichtsreduktion hängt der Erfolg sehr stark von der individuellen Physis ab. Genauere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Arzt.

Braucht man einen Ernährungsplan zum Zunehmen?

Um gesund zuzunehmen ist ein Ernährungsplan sehr hilfreich. Ihr Ernährungsberater oder Arzt hilft Ihnen dabei einen Plan aufzustellen der Sie dabei unterstützt, schnell Gewicht zuzunehmen oder einen Gewichtsverlust zu stoppen.

Wie kann man Gewicht zunehmen?

Der Kern einer gesunden Gewichtzunahme ist eine über den Tagesbedarf hinausgehende Energieversorgung. Mit der Unterstützung ihres Arztes oder Ernährungsberaters stellen Sie einen Ernährungsplan auf. Fortimel Trinknahrung kann ein sinnvoller Bestandteil eines solchen Planes sein um v.a. in Folge krankheitsbedingter Mangelernährung Gewicht zunehmen zu können.

Vitaminpräparate zur Krebsvorbeugung?

Eine Studie vom Oktober 2015, die Forscher aus Göteborg durchgeführt haben, stellt fest: Antioxidantien werden oft eingesetzt, um Krebs vorzubeugen. Doch stattdessen können sie unter Umständen sogar Krebswachstum fördern. Antioxidantien befinden sich in den verschiedensten Nahrungsmittelzusätzen, die zur Vorbeugung von Krebs empfohlen werden.

Deshalb unser Rat:

  • Keine Selbstmedikation mit freiverkäuflichen Vitaminpräparaten und/oder Nahrungsergänzungsmitteln
  • Wer einen Vitamin- und/oder Mineralstoffmangel bei sich vermutet, sollte diesen vom Arzt abklären lassen

Was ist künstliche Ernährung?

Die Begriffe „künstliche Ernährung“ oder „Austronautenkost“ werden häufig mit dem Begriff der Sondenernährung in Zusammenhang gebracht. Sondennahrung ist eine flüssige Nahrung und wird über eine Ernährungssonde verabreicht. Eine Sondennahrung ist so zusammengesetzt, dass alle lebensnotwendigen Nährstoffe enthalten sind, also neben Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten auch alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Der Begriff „künstliche Ernährung“ kann irreführend sein, da die Nährstoffe einer Sondennahrung zum großen Teil aus natürlichen Lebensmitteln stammen wie z.B. Eiweiße aus der Milch oder Fette aus pflanzlichen Ölen. Die Nährstoffe in einer Sondennahrung entsprechen den Nährstoffen normaler Nahrung und werden auf die gleiche Weise verdaut.

Dabei ist es sehr wichtig, eine ausreichende Menge an Sondennahrung zu verabreichen, denn nur so kann der Bedarf an Kalorien und Nährstoffen gedeckt werden. Wie viel Sondennahrung pro Tag benötigt wird, ist unterschiedlich und muss für jeden Patienten individuell berechnet werden.

Was tun, wenn Trinknahrung und Sondennahrung nicht vertragen wird?

Ob die Sondennahrung oder Trinknahrung gut vertragen wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Ganz wichtig ist es deshalb, die Nahrung auf die Verdauungsmöglichkeiten des Patienten abzustimmen, Unverträglichkeiten gegen einen der enthaltenen Inhaltsstoffe der Nahrung zu prüfen (z.B. Milcheiweiß) und die Zufuhrmenge sowie -geschwindigkeit genau auf den Patienten abzustimmen.

Zu große Nahrungsmengen in zu kurzer Zeit sind die häufigsten Ursachen für Unverträglichkeiten. Aber auch Medikamente oder Erkrankungen, können Symptome wie z.B. Durchfall oder Erbrechen auslösen. Sollten Sie sich unsicher sein, sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt auf die Probleme bei der Gabe von Sondennahrung an und stimmen Sie mögliche Maßnahmen mit ihm ab.

Welche Nahrung kann ich bei Milcheiweißunverträglichkeit einnehmen?

Unverträglichkeiten verhindern mit Sojanahrungen

Bei einer Milcheiweißallergie oder –unverträglichkeit reagiert der Körper auf das Milcheiweiß, das in Milchprodukten enthalten ist wie z.B. Joghurt, Sahne, Quark usw. Bei dieser Allergie oder Unverträglichkeit ist es erforderlich, auf Produkte, die Milcheiweiß enthalten, zu verzichten.

Für sondernährte Patienten mit Milcheiweißunverträglichkeit sind die Nutricia Sondennahrungsprodukte Nutrison Soya und Nutrison Soya Multi Fibre entwickelt worden, denn sie enthalten als Eiweißquelle Sojaeiweiß.

Wie lange darf die Nahrung nach dem Öffnen verwendet werden?

Sondennahrung: Wie lange die Sondennahrung nach dem Öffnen am Infusionsständer oder Tischständer hängen bleiben darf, hängt von der Verpackungsart der Nahrung ab. Die Sondennahrung im Nutrison Pack sollte nach dem Öffnen ohne Kühllagerung innerhalb von 24 h aufgebraucht werden. Die Nutrison Flasche hingegen sollte bereits nach 8 Stunden ohne Kühllagerung entsorgt werden.

Wird die Nahrungsgabe unterbrochen, sollte die Nahrung im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bitte verschließen Sie hierbei die Flaschen mit der Verschlusskappe. Bei länger andauernden Nahrungspausen (ca. 4 Stunden) empfehlen wir grundsätzlich, die Sondennahrung zusammen mit dem angeschlossenen und verschlossenen Überleitgerät im Kühlschrank zu lagern, um das Kontaminationsrisiko bei der Sondennahrungsgabe so gering wie möglich zu halten. Auch in diesem Falle gilt, dass die Sondennahrung nach max. 24 h entsorgt wird.

Bitte beachten Sie jedoch, dass die Sondennahrung vor einer erneuten Verabreichung auf Zimmertemperatur erwärmt werden sollte, um eine gute Verträglichkeit zu gewährleisten. Zu kalte Nahrung kann schlimmstenfalls zu Durchfällen (Diarrhoe) führen.
Trinknahrung: Geöffnete Trinknahrungsflaschen können nach dem Öffnen verschlossen im Kühlschrank bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden.

Wie viel Nahrung braucht ein bettlägeriger Patient mit Krebs?

Je schwerer die Erkrankung, desto mehr Kalorien braucht man.

Je nach Erkrankung kann sich der Kalorienbedarf und somit auch die benötigte Menge an Sondennahrung und Trinknahrung stark erhöhen. Für viele Erkrankungen gibt es einen sog. Stresszuschlag. Letztendlich handelt es sich dabei um ein Plus an Kalorien oder Nährstoffen für die spezielle Krankheitssituation. Wenn ein Mensch zum Beispiel an Krebs erkrankt, erhöht sich der ursprüngliche Energiebedarf um 30 – 60%. Diese „Mehr“ an Kalorien muss unbedingt bei der Berechnung der Nahrungsmenge berücksichtigt werden. Nur so können weitere Komplikationen, bedingt durch einen Energie- und Nährstoffmangel, vermieden werden.

Die Krankenkasse weigert sich die Kosten für die künstliche Ernährung zu bezahlen?

Grundsätzlich ist Nutrison Sondennahrung entsprechend der Arzneimittel-Richtlinie verordnungsfähig (AM-RL Kapitel I, §§ 18–26). Demnach kann der Arzt die Nahrung per Rezept verordnen und dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. In der Regel wird die Erstattung durch die Krankenkasse nicht abgelehnt. Sollte der Fall dennoch eintreten, erläutern wir Ihnen, was Sie in diesem Fall tun können.

Trinknahrung:

Gesetzlichen Krankenversicherung

Soweit das Nahrungsprodukt verordnungsfähig ist und vom Arzt nach gültigen Richtlinien (AM-RL) verordnet wurde, muss die Kasse die Kosten übernehmen. Sollte die Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnen, legen Sie Widerspruch ein!

Private Krankenversicherung

Falls Ihr Versicherungsvertrag diese Leistung einschließt und keine Erstattung erfolgt, sollten Sie dieser Entscheidung widersprechen. Wenden Sie sich ggf. an den Ombudsmann (unparteiische Schiedsperson) der Privaten Krankenversicherung in Berlin, der in solchen Fällen schlichten kann. Allerdings kann man diese Schlichtungsstelle nur einbinden, solange man noch keinen juristischen Rat eingefordert hat.

Darf ich die Nahrung noch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum verbrauchen?

Generell ist es für die Produktqualität sehr wichtig, dass alle Inhaltsstoffe der Sonden und Trinknahrung innerhalb der vorgegeben Richtwerte liegen. Während der Lagerung von Lebensmitteln ist es jedoch normal, dass sich zum Beispiel der Gehalt an Vitaminen etwas reduziert, während der von Mineralstoffen und Spurenelementen üblicherweise gleich bleibt.

Der Hersteller garantiert mit der Angabe des MHDs, dass die Nahrung bis zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerten Qualitätseinbußen erfährt. Dabei stellt, allerdings die sachgerechte Lagerung jedoch eine Grundvoraussetzung dar.

Dennoch bedeutet dies auch beim Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) nicht prinzipiell eine Ungenießbarkeit des Produkts. Allerdings kann seitens des Herstellers keinerlei Haftung für die Unbedenklichkeit der Anwendung übernommen werden.

Dürfen Sondennahrungen und Trinknahrungen verdünnt werden?

Sondennahrung

Sondennahrung wie z.B. Nutrison von Nutricia ist bereits gebrauchsfertig und sollte nicht verdünnt oder mit Getränken gemischt werden. Durch das Vermischen mit anderen Flüssigkeiten wie z.B. Wasser oder Tee besteht die Gefahr, dass Keime in die Nahrung eingebracht werden, wodurch der Patient unnötig gefährdet wird und die Sondennahrung verderben kann. Des Weiteren ist die Stabilität der Sondennahrung durch die Verdünnung nicht mehr gewährleistet, was zur Verstopfung der Sonde führen kann.
Deshalb sollen Sondennahrung und Flüssigkeit immer getrennt voneinander verabreicht werden. Das Verdünnen von Sondennahrung mit Wasser oder anderen Getränken ist nicht empfehlenswert.

Trinknahrung

Trinknahrungen können dem normalen Essen beigefügt werden. Zur Abwechslung können Sie Milch in Soßen, Kuchen, milchhaltigen Nachspeisen und Getränken durch eine medizinische Trinknahrung ersetzen. Darüber hinaus können Trinknahrungen erwärmt werden, um warme Getränke herzustellen. So macht Gewichtsaufbau Spaß! Trinknahrungen können warm oder direkt aus dem Kühlschrank kommend getrunken werden. Trinknahrung mit Obstgeschmack schmeckt gekühlt besonders gut.

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