Überwindung von Fatigue und Depression
Fatigue und Depression sind keine Essprobleme an sich, können aber bei Krebspatienten das Interesse am Essen und die Fähigkeit einzukaufen und gesunde Mahlzeiten zuzubereiten beeinflussen. Somit kann die Fatigue als häufige Nebenwirkung des Krebses betrachtet werden. Hier folgen ein paar Vorschläge, um Ihre Fatigue zu überwinden:
- Sprechen Sie über Ihre Gefühle und Ängste. Treten Sie Ihren Emotionen offen entgegen, sind diese meist leichter zu handhaben. Sprechen Sie doch mit Ihrer Krankenschwester oder Ihrem Pfleger. Sie können Ihnen helfen, einen Weg zu finden, um Ihre Sorgen und Ängste zu mildern.
- Informieren Sie sich über Ihre Behandlung, die möglichen Nebenwirkungen und die Art und Weise, damit fertig zu werden. Sind Sie in der Thematik bewandert und handeln Sie infolge dieser Kenntnisse, fühlen Sie sich sicherlich besser unter Kontrolle. Haben Sie keine Angst, mit Ihrem Arzt zu sprechen und ihm Fragen zu stellen.
- Ruhen Sie sich auf jeden Fall genug aus:
- Machen Sie mehrere Nickerchen oder Pausen im Verlauf des Tags. Das ist besser als eine lange Ruhezeit.
- Planen Sie in Ihren Tagesablauf Ruhepausen ein.
- Machen Sie die Ruhezeit zu etwas Schönem, mit einem guten Buch in einem bequemen Sessel oder einem Videofilm mit einem Freund.
- Versuchen Sie Ihre üblichen Aktivitäten leichter und kürzer zu gestalten; zwingen Sie sich nicht, mehr zu tun als Sie vertragen.
- Sparen Sie sich Ihre Lieblingsgerichte für Zeiten auf, in denen keine Behandlungssitzungen anberaumt sind. So werden sie nicht mit einem unangenehmen oder belastenden Ereignis in Verbindung gebracht.
- Machen Sie kurze Spaziergänge oder betätigen Sie sich regelmäßig körperlich, wenn möglich. Oft hilft das, die Fatigue zu verringern und die Stimmung zu heben.
- Essen zuzubereiten fällt leichter, wenn man Fertigprodukte verwendet, wie:
- Obst und Gemüse tiefgekühlt oder aus Dosen
- Bohnen aus der Dose
- Fertigsaucen für Nudelgerichte
- geschälter Instantreis
- Haben Sie immer gesunde Snacks zur Hand. Sie sollten immer Lebensmittel wie Trockenobst (Rosinen, Datteln und Aprikosen), Käse und Vollkorncracker, Kekse und Pudding in Snackgröße im Haus haben.
- Bereiten Sie Obstsalat und Joghurt-Mixgetränke vor und stellen Sie sie in den Kühlschrank als Snacks zwischen den Mahlzeiten.
- Fühlen Sie sich wohler, dann bereiten Sie größere Mengen Ihrer Lieblingsgerichte zu und frieren Sie Reste in mahlzeitengerechten Portionen ein. Eventuell sollten Sie in Ihrem Lebensmittelgeschäft Fertiggerichte kaufen, Speisen bei einem Lieferservice bestellen oder sich Essen bringen lassen.
Quelle: National Cancer Institute