Durchfall
Durchfall ist eine anormale Zunahme der Flüssigkeitsmenge im Stuhlgang, die länger als 4 Tage dauert. Er kann auch als anormale Zunahme der Flüssigkeitsmenge im Stuhlgang und mehr als 3 formlose Stuhlgänge innerhalb von 24 Stunden definiert werden. Durchfall gilt als langfristiges Problem, wenn er länger als 2 Monate andauert. Während des Durchfalls werden die Lebensmittel schnell durch den Darm befördert, so dass es dem Körper nicht möglich ist, ausreichend Nährstoffe und Wasser zu entnehmen. Die Folge kann eine Dehydrierung sein, d. h. dass der Körper nicht genug Wasser erhält, um funktionsfähig zu bleiben. Langfristiger oder schwerer Durchfall kann zu Mangelernährung führen. Bei Krebspatienten ist die häufigste Durchfallursache die Krebsbehandlung (Chemotherapie, Strahlentherapie, Knochenmarkstransplantation oder Operation). Andere Ursachen für den Durchfall sind Behandlungen mit Antibiotika, Stress und Angst, dass ein Krebs diagnostiziert und eine Krebsbehandlung durchgeführt wird, sowie Infektionen. Infektionen können durch Viren, Bakterien, Pilze oder andere schädliche Mikroorganismen hervorgerufen werden. Antibiotikabehandlungen können zu Entzündungen der Darmwände und somit zu einem Durchfall führen, der oft nicht auf Behandlungen anspricht.
Ein chirurgischer Eingriff am Magen und/oder Darm kann die normale Darmfunktion beeinträchtigen und Durchfall verursachen. Einige Medikamente der Chemotherapie können Durchfall verursachen, indem sie die Art und Weise beeinflussen, in der die Nährstoffe abgebaut und im Dünndarm aufgenommen werden. Die Strahlentherapie am Unterleib und Becken kann mit einer Darmentzündung und Verdauungsproblemen, mit Blähungen, Krämpfen und Durchfall einhergehen. Durchfall kann während der Krebsbehandlung jederzeit auftreten. Obgleich der Durchfall seltener auftritt als die Verstopfung, kann sie für den Patienten mit Krebs körperlich und psychisch verheerende Wirkungen haben. Durchfall kann die nachstehenden Folgen haben:
- Veränderung der Ernährungsgewohnheiten
- Verlust von Körperflüssigkeit, Dehydrierung
- Chemisches Ungleichgewicht im Blut
- Beeinträchtigung der Körperfunktionen
- Verstärkte Müdigkeit
- Hautprobleme
- Abfall der körperlichen Tätigkeiten
- Probleme, die bei manchen Patienten lebensbedrohend werden können
Diese Symptome können sich 8 bis 12 Wochen nach der Behandlung fortsetzen oder erst Monate oder Jahre später eintreten. Durchfall kann mit einer geeigneten Behandlung gelindert werden. Dazu gehört eine Änderung der Diät, die Einnahme von Medikamenten oder chirurgische Maßnahmen.
Quelle: National Cancer Institute