Ernährungsprobleme bei fortgeschrittenem Krebs
Ein fortgeschrittener Krebs ist ein Krebs, der über das Organ hinaus gewachsen ist, in dem er ursprünglich begonnen hat. Eine bösartige Zelle hat sich in diesem Falle von einem krebsartigen Tumor gelöst, ist über das Blut oder die Lymphkanäle in andere Körperbereiche gelangt und hat sich auf andere Körperteile übertragen. Während dieses Vorgangs sterben die meisten dieser Zellen ab, aber gelegentlich ist das nicht der Fall. Statt dessen setzen sie sich an einer anderen Stelle fest, beginnen zu wachsen und bilden neue Tumore. Erkrankt ein Patient, der nach der Behandlung gesund schien, erneut an Krebs, so wird das als Rezidiv bezeichnet. Ein Krebs kann als Rezidiv in folgenden Formen auftreten:
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örtliches Rezidiv, in oder in unmittelbarer Umgebung desselben Organs, in dem es entstanden ist;
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regionales Rezidiv, in weiterer Umgebung des Organs; oder
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entferntes Rezidiv, in einem anderen Körperteil. Hierbei handelt es sich um einen so genannten metastatischen Krebs, der nur dann "fortgeschritten" ist, wenn er sich auf zahlreiche Stellen des Körpers verbreitet oder Gewebe und wichtige Organe stark angegriffen hat. Oft ist ein metastatischer Krebs nicht "fortgeschritten", weil er noch keine großen Schäden verursacht hat und im Allgemeinen durch einen chirurgischen Eingriff erfolgreich behandelt werden kann.
Ein fortgeschrittener Krebs bedeutet meist, dass der Krebs nicht mehr geheilt werden kann. Doch selbst wenn es keine vollständige Heilung gibt, kann er dennoch oft kontrolliert werden, die Behandlungen sind manchmal in der Lage, die Anzahl der Krebszellen zu verringern oder dabei zu helfen, die Symptome zu lindern und einfach länger zu leben. Mit fortschreitendem Krebs können ernährungsbezogene Nebenwirkungen auftreten oder sich verschlimmern. Die häufigsten ernährungsbezogenen Symptome sind:
- eine Auszehrung, die zu Schwächung und Gewichtsverlust, Fett- und Muskelabbau führt und als Kachexie bezeichnet wird (Tumorkachexie)
- Gewichtsverlust
- Völlegefühle, wegen derer nicht genug gegessen wird
- Aufdunsung
- Appetitverlust oder kein Essverlangen, d. h. Anorexie
- Verstopfung
- Trockenheit im Mund
- Geschmacksstörungen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schluckunfähigkeit
Die Ernährungsprobleme, die sich aus den unterschiedlichen Symptomen sowie einem erhöhten Energieumsatz bei einem fortgeschrittenen Tumorleiden ergeben, erfordern eine spezielle Ernährung bei Krebs. Eine erhöhte Energie- und Kalorienzufuhr bei gleichzeitig guter Versorgung mit sämtlichen Nährstoffen ist besonders wichtig, um Beschwerden zu lindern, das Allgemeinbefinden der Krebspatienten zu verbessern, sowie die Voraussetzung für eine erfolgreiche Krebstherapie zu schaffen.
Quelle: National Cancer Institute, Krebs und Ernährung Redaktion