Alles rund ums Thema Ernährung für Krebspatienten

Was ist Sondennahrung?

Für die meisten Menschen ist es selbstverständlich die Nahrung über den Mund aufzunehmen und somit mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt zu werden. Nahrung bringt Kraft und Lebensfreude. Viele Krebspatienten leiden durch eine Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie an Schmerzen beim Kauen, offene Wunden im Mund- und Rachenbereich, Verengungen in der Speiseröhre oder Schluckstörungen. So können die Betroffenen allein durch die orale Ernährung nicht die benötigte Menge an Nährstoffen aufnehmen.

Sondennahrung bietet hier eine Möglichkeit, das normale Essen zu ergänzen oder zu ersetzen. Sondennahrung ist eine flüssige Form der Nahrung, die über eine Sonde verabreicht wird. Sie beinhaltet alleNährstoffe, die für eine ausgewogene Ernährung notwendig sind, also Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Nährstoffe einer Sondennahrung werden auf demselben Weg verdaut, wie die Nährstoffe einer normalen Ernährung.

Die Sondennahrung wird über einen weichen Schlauch in den Magen oder Darm verabreicht – entweder durch die Nase oder die Bauchdecke. Eine Nasensonde wird normalerweise bei kurzzeitiger Sondenernährung verwendet. Wird eine Sondenernährung über einen längeren Zeitraum empfohlen ist, wird der Arzt möglicherweise eine direkte Zufuhr über eine Ernährungssonde durch die Haut in den Magen (= PEG) oder den Dünndarm (= PEJ) wählen.

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