Alles rund ums Thema Ernährung für Krebspatienten

Sind Trinknahrung und Sondennahrung verordnungsfähig?

Nach Abschnitt I §§ 18-26 der aktuellen Arzneimittelrichtlinie in Deutschland (AMR) ist eine fehlende oder eingeschränkte Fähigkeit zur normalen Ernährung Voraussetzung zur Verordnungsfähigkeit – unabhängig von der Erkrankung. Auch die Anforderungen an verordnungsfähige Produkte legt auch die gültige Arzneimittelrichtlinie fest. Verordnungsfähig sind Produkte:

  • die Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke sind
  • vollbilanziert, d.h. zur ausschließlichen Ernährung geeignet sind einen Energiegehalt von mindestens 1kcal/ml aufweisen

Bei allen Trinknahrungen von Fortimel handelt es sich um Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Diät). Zu den verordnungsfähigen Produkten zählen z.B.<br/> Fortimel Compact 2.4, Fortimel Extra, Fortimel Energy, Fortimel Yoghurt Style, Fortimel Creme. Bei den Sondennahrungen sind es z.B. Nutrison, Nutrison Multi Fibre, Nutrison Energy.

Patientenzuzahlungen

Die gesetzliche Zuzahlung ist im Sozialgesetzbuch geregelt und beträgt für die medizinische Nahrung sowie Verbandstoffe jeweils 10 % des von der Krankenkasse zu zahlenden Betrages, jedoch mindestens 5,00 EUR und höchstens 10,00 EUR je ausgestellter Verordnung. Für Medizinprodukte zur Sonndenernährung zahlt der Patient ebenfalls 10 % des von der Krankenkasse zu zahlenden Betrages, höchstens jedoch 10,00 EUR je Monatsbedarf. Eine Mindestgrenze gibt es hier nicht.

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