Bei einigen Betroffenen dauern belastende Symptome wenige Tage an, bei anderen werden sie aber auch zu einer Beeinträchtigung für längere Zeit.

Die häufigsten Probleme sind z.B.

  • Schluckstörungen
  • ständige Inappetenz und/oder schnelles Sättigungsgefühl
  • Frühdumping-Syndrom mit z.B. Schweißausbrüchen, Bauchkrämpfen, Durchfall, Blutdruckabfall und erhöhter Pulsfrequenz
  • Spätdumping-Syndrom mit rasanten Schwankungen des Blutzuckerspiegels bzw. Unterzuckerung
  • Fettverwertungsstörungen mit Gewichtsverlust
  • Reflux / Durchfall / Übelkeit / Erbrechen / Darmkoliken
  • Vitamin-Mangel fettlöslicher Vitamine (E, D, K, A) und Vitamin B12-Mangel
  • Schwindel, Kraftlosigkeit usw.

Wenn gastrektomierte Patienten nach der Operation bestimmte Verhaltensregeln einhalten, können sie nach einer unterschiedlich langen Zeit oft wieder fast normal essen.

Zu diesen Verhaltensregeln gehören z.B.:

  • langsam essen und gründlich kauen
  • viele kleine Mahlzeiten essen
  • nicht beim Essen trinken (max. 1/2Tasse), sondern 15 Minuten vor und 30 Minuten nach der Mahlzeit
  • nüchtern morgens: zwei Tassen Tee (ohne Zucker) trinken und eine halbe Scheibe Knäckebrot (trocken!) dazu essen
  • fettarme Lebensmittel und Zubereitung
  • „Fettaperitif“ drei Minuten vor dem Essen(Gabe einer kleinen Fettmenge, wie z.B. dünn mit Butter bestrichener Zwieback, Cracker, Stück Schokolade u.ä.), um die Gallenblase und den Pankreas zur Ausschüttung ihrer Verdauungssäfte/Enzyme anzuregen
  • ausreichende Einnahme von Pankreasenzymen
  • richtige Nahrungsauswahl
  • in Oberkörperhochlage schlafen
  • Vitamin B12 mindestens alle drei Monate
  • Vitamin A, D, E und K maximal alle drei Monate

Quelle: Heilberufe / Das Pflegemagazin 2012; 64 (12)

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